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Start März 2010 März 2010 Auch die Verwaltung von Helgoland kann eine lernende Organisation werden

Auch die Verwaltung von Helgoland kann eine lernende Organisation werden

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Heute musste ich leider im Hamburger Abendblatt lesen, dass sich die Situation im Helgoländer Rathaus zuspitzt. Ich werde jetzt nicht so tun, als wäre mir das alles neu, der Helgoländer Klatsch und Tratsch ist selbstverständlich auch bei mir angekommen. Dennoch hatte ich gehofft, dass spätestens das Signal des Verwaltungsrichters, den betreffenden Beamten an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu lassen, einen Sinneswandel bei der Verwaltungsspitze auslösen würde. Doch das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein. Das ist bedauerlich, zeigt aber, dass nur ein Wechsel in der Verwaltungsführung wieder Ruhe ins Rathaus bringen kann. Aber davon ist Helgoland ja nicht mehr weit entfernt. Der 5. September kann eine Klärung bringen, die Wählerinnen und Wähler haben die Entscheidung.

Ich habe vor einiger Zeit schon mal über meine Vorstellung von Verwaltungsführung geschrieben, die ich hier gern noch vertiefen möchte. Für den einen oder anderen mag sich das anfangs sehr theoretisch anhören, aber ich weiß aus Erfahrung, dass Gruppen - ob in der freien Wirtschaft, in Vereinen und Verbänden und eben auch in der Verwaltung – im Sinne einer „Lernenden Organisation“ geführt werden können. Insbesondere eine kleine Verwaltung wie die der Gemeinde Helgoland hat alle Chancen, eine für alle Beteiligten befriedigende Zusammenarbeit zu erreichen, wenn bestimmte Spielregeln im Umgang miteinander eingehalten werden.
Eine gut geführte Verwaltung ist idealer Weise eine lernfähige Organisation; das heißt, eine Organisation, die auf äußere und innere Reize, aber auch auf berechtigte Kritik schnell und vorwärtsgewandt reagiert. Um ein solches Klima innerhalb der Verwaltung zu erreichen ist es notwendig, dass die Kommunikationswege in beide Richtungen offen sind, das heißt, es soll nicht nur von oben angeordnet werden, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen darauf vertrauen können, dass ihre Anregungen und Ergänzungen gehört und wertgeschätzt werden.
Es gibt viele Herangehensweisen mit der Formulierung von Zielen – im Kleinen wie im Großen - umzugehen. Ich möchte hier nur die beiden extremen Herangehensweisen skizzieren:
Die eine ist die Verkündungsphilosophie: „Ich weiß wo es langgeht, sei gefälligst begeistert, sonst wird das hier nichts mit dir.“
Die dem entgegen gesetzte Variante hat der Teamer Bill O’Brien (Lernende Organisationen - Die fünf Disziplinen) wie folgt formuliert: „Es ist ein wichtiger Tag im Leben eines jeden Menschen, wenn er für das zu arbeiten beginnt, was er selbst gestalten will, und nicht mehr für die Zufriedenheit irgendeines Chefs.“
Die beiden hier skizzierten Erkenntnisse, die in dicken Büchern nachzulesen sind und die ich auf diversen Seminaren kennengelernt und später selbst weitergegeben habe, würde ich gern umsetzen, sollten mich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Helgoland als Bürgermeisterin im September wählen.
Gemeinsam mit den in der Verwaltung arbeitenden Menschen und ihrer Interessenvertretung, dem Personalrat, möchte ich herausfinden, wie wir im Interesse der Helgoländer Bevölkerung gemeinsam die Organisation innerhalb der Verwaltung verbessern und damit auch dafür sorgen, dass die Arbeit für die Gemeinde Helgoland mehr Freude und Zufriedenheit für alle MitarbeiterInnen  schafft. Ich stehe für die Optimierung von Verwaltungsabläufen, dieses aber sicher nicht zum Zwecke des Personalabbaus, sondern um – ausgehend von den bestehenden Strukturen - das Beste für die EinwohnerInnen und Gäste Helgolands zu erreichen.

 

 

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Felicitas Weck:
Linke Kommunalpolitik. Eine Einführung

96 Seiten; Mai 2009;
€ 7,50 VSA-Verlag
ISBN 978-3-89965-340-3

WATERKANT: Helgoland im Wandel

Titelblatt WATERKANTFelicitas Weck
"Helgoland im Wandel"
Waterkant 25. Jahrgang
I/2010



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