Heute hatte ich Standdienst auf der Grünen Woche auf dem Messegelände in Berlin. DIE LINKE hat dort ihren rot-schwarzen Stand aufgebaut, zwischen der Bio-Halle und einer Halle für Staubsauger, Schuhputzmittel, Versicherungen und anderen mehr oder weniger wichtigen Dingen des täglichen Lebens, die aus mir unverständlichen Gründen „Verbraucherschutzhalle“ heißt.
Im fachlichen Mittelpunkt stand auf dem Stand der Linken die Milch. Nach dem Motto: Faire Preise für gute Milch! Linke Agrar- und VerbraucherInnenpolitik dreht sich dabei natürlich auch um faire Löhne für die Milchbäuerinnen und Milchbauern, um faire Preise im Supermarkt, um gentechnikfreie Fütterung und um VerbraucherInneninformation statt VerbraucherInnentäuschung.
Der Mittelpunkt des Standes war die schwarz-rote (Plastik)Kuh, die dort geduldig als Fotoobjekt posierte. Vor allem am Vormittag ging es heiß her – jede Menge Schulkinder waren unterwegs, die sich natürlich gern auf der Kuh fotografieren ließen und im Anschluss daran einen Button mit ihrem Foto mitnehmen konnten. Da mussten wir uns ganz schön ranhalten – uns als „Schreibtischtäter“ tut ein bisschen Handarbeit nur gut. Am Nachmittag – vor allem als dann die Bundestagsabgeordneten Petra Pau, die Bundestagsvizepräsidentin und Kirsten Tackmann, die agrarpolitische Sprecherin da waren - ging es doch sehr viel politischer zu. Alle Themen kamen auf den Tisch: viel Agrarpolitik, manches zur unsäglichen Haushaltspolitik der schwarz-gelben Koalition und Nachfragen zur derzeitigen Personaldiskussion in der Linken fehlten natürlich auch nicht. Mein Fazit: Es ist gut, nicht nur am Schreibtisch zu hocken – es hat Spaß gemacht und über vieles, was uns in den Gesprächen mit auf den Weg gegeben wurde, lohnt es noch mal intensiv nachzudenken.
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