Binnenhafen und Südkaje gehen an die Gemeinde Helgoland: Lange wurde verhandelt, nun ist es so weit. Am heutigen Montag, den 23. August 2010 sind insgesamt ca. 34.000 Quadratmeter Landflächen am Helgoländer Binnenhafen und der Südkaje von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes an die Gemeinde Helgoland verkauft worden.
Zusätzlich wurde die Befugnis zur Nutzung der Wasserflächen im Binnenhafen und vor der Südkaje vom Bund an das Land Schleswig-Holstein übertragen. Es wurde wahrlich höchste Zeit. Der Bund hatte lange gepokert, liegt dort doch neben Rückständen aus dem Heizwerk und weiteren giftigen Altlasten auch noch eine ganze Menge Munition. Selbst auf der heutigen Feierstunde anlässlich der Unterzeichung wurde - bemüht scherzhaft - der Gemeinde unterstellt, sie würde alles unterschreiben, nur um an die Verträge zu kommen. Doch das deutliche „Nein“ von Bürgermeister Botter zu dieser Behauptung aus der Runde der ZuhörerInnen kam überzeugend! Selbstverständlich braucht Helgoland diese Fläche, um die Infrastruktur für den Bau der vor der Insel geplanten Offshore-Windanlagen errichten zu können. Zu befürchten ist leider aber nach wie vor, dass an Helgoland ein Großteil der Sanierungskosten hängen bleibt und diese Sanierung wird in die Millionen gehen.
Gleichwohl gibt es keine Alternative, denn die Chance, dass die Gemeinde Helgoland auch vom Windkraftboom vor ihrer Haustür profitiert, muss unbedingt genutzt werden. An die heute in der Feierstunde versprochenen rund 100 neuen Arbeitsplätze vermag ich nicht wirklich zu glauben. Schön wär’s schon, aber da wurde wohl leider zu viel versprochen - wie auf so mancher Feierstunde üblich.
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