Ich sitze im Zug von Berlin nach Hannover und habe endlich Gelegenheit, zu meinem letzten Helgolandaufenthalt ein Resümée zu ziehen. Gleich am ersten Abend hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer Gruppe von Menschen, die mir die Gelegenheit gaben, mich vorzustellen und meine Überlegungen zur weiteren Entwicklung der Insel darstellen zu können. Klar hatte ich mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht, was diese Gruppe interessieren könnte, wo die Gemeinsamkeiten liegen und wo die Unterschiede. Ich war sehr positiv überrascht, dass es der Gemeinsamkeiten viele gab und dass wir uns auch sehr häufig in der Einschätzung einig waren, wo und wie die Probleme der Insel anzupacken seien. Hier sei es so auf den Punkt gebracht: „Nur gemeinsam sind wir stark!“
Auch der Rundgang zur Verlegung der Stolpersteine, der abendliche Empfang und der wandelnde Gedenkgottesdienst zur Bombardierung der Insel am 18. April gaben den Hintergrund für etliche spannende Gespräche. Sie haben mir gezeigt, dass es derweil schon sehr viele HelgoländerInnen gibt, die von mir gehört haben, die Interesse hatten, mich kennenzulernen und die mit mir über Helgoland und die zukünftige Entwicklung sprechen wollten. Ich habe aber auch Skepsis gespürt, ausgesprochene und nicht ausgesprochene Fragen wie: „Warum tun Sie sich das an?“ oder „Was will die hier auf unserer Insel?“ Ich bin sicher, dass ich in den nächsten Monaten noch genügend Zeit finde, auch diese skeptischen Fragen zu beantworten. Im Mai soll mein erstes Faltblatt über mich und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin von Helgoland in die Postfächer flattern.
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