Während ich so darüber nachsinne, was heute in den Blog kommt, fällt es mir ein: Vor langer Zeit - so ungefähr Mitte Dezember - habe ich den Newsletter der Gemeinde Helgoland bestellt und bisher ist keiner bei mir angekommen. Nun sind gut vier Monate, weltgeschichtlich wirklich keine Zeit, aber marketingtechnisch schon eine kleine Ewigkeit. Hat die Gemeinde Helgoland oder die Kurverwaltung dieses Werbemittel vergessen, oder gibt es nichts zu berichten? Schade! Ein regelmäßiger Newsletter in ein- oder vielleicht auch zweimonatlichen Abständen bringt die Insel immer wieder in Erinnerung und macht Lust auf einen Besuch - sei es für einen Tag, ein verlängertes Wochenende oder gar auf mehr.
Er könnte Aktionen bewerben, die vorher mit den VermieterInnen, Hoteliers und GastronomInnen erdacht und vorbereitet wurden a la „Kochkurs Scholle & Co in zwei Tagen mit abschließendem geführten Verdauungsspaziergang über die Düne“ oder Angebote in Zusammenarbeit mit dem Kurmittelhaus wie „Frühjahrskuren auf Helgoland“ und vieles andere mehr. Für jeden Monat könnten spezifische Angebote zahlungskräftige - und vielleicht auch mal nicht so zahlungskräftige Gäste auf die Insel locken.
Mir würde schon eine ganze Menge einfallen, was wir den ehemaligen und zukünftigen Gästen der Insel hätten berichten könnten: Im Januar von vielen Robbenbabies, wunderbaren Stürmen und hohen Wellen, dem seltenen Schnee… ; im Februar von den Freuden einer narrenfreien Zone, erholsamen Winterspaziergängen auf der Düne, den Feierlichkeiten zum 1. März…; im März von Frühjahrsvorboten wie der Ankunft der Trottellummen und anderen gefiederten Gästen - vielleicht verbunden mit Angeboten wie „Zugvögel sehen auf Helgoland“ oder „Robbenbabies machen sich selbständig“ oder „Frühjahrsputz für die Seele auf Helgoland“.
In jedem Newsletter könnten ein oder zwei besonders bemerkenswerte Projekte und Menschen vorgestellt werden: Das Museum, die Bio, der Robbenjäger, die BunkerführerInnen, … Und last but not least: Auf Helgoland gibt es so viele tolle Fotografinnen und Fotografen, die bestimmt gern bereit sind mit ihren jahreszeitlich geprägten Bildern zum Gelingen der verschiedenen Newsletter beizutragen.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Kostengünstig ist so ein Newsletter auch noch, denn es gibt bestimmt jemanden in der Verwaltung, der die Gestaltung übernimmt.
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